Wie ich KI beim Abnehmen nutze

Warum ich mein Defizit endlich sehen konnte

ca. 4 Minuten

Jahrelang war Abnehmen für mich ein Blindflug. Ich aß „gefühlt weniger", bewegte mich „gefühlt genug" und wunderte mich, wenn trotzdem nichts passierte. Ich hatte keine Ahnung, wie viel ich am Tag verbrauche und wie viel ich tatsächlich esse – also war jede Anpassung reines Raten. Und wenn man rät, ändert man im Zweifel genau das Falsche.

Das änderte sich, als ich zwei Dinge zusammenbrachte: einen Fitness-Tracker, der mir einen brauchbaren Anhaltspunkt für meinen Gesamtverbrauch am Tag lieferte, und KI, die mir half, das Ganze in einen klaren Zusammenhang zu bringen. Plötzlich hatte ich keine vage Vermutung mehr, sondern eine Richtung, an der ich mich orientieren konnte.

Mit einem Defizit, das ich kannte, wurde aus „ich hoffe, es passiert was" ein „ich weiß, warum es passiert".

Ich trackte eine Woche, sah verlässlich ungefähr ein Kilo weniger und konnte fast die Uhr danach stellen. Ein paar Sprünge nach oben oder unten gab es immer, je nachdem, wie viele Kohlenhydrate im Spiel waren – aber die Grundrichtung war klar und ruhig. Zum ersten Mal fühlte sich Abnehmen nicht mehr wie Glücksspiel an, sondern wie etwas, das ich verstehe.

Das Sichtbarmachen war für mich der eigentliche Wendepunkt. Nicht, weil Zahlen magisch wären, sondern weil ich zum ersten Mal aufhören konnte, mich selbst zu belügen – und zwar in beide Richtungen. Ich sah nicht nur, wo ich zu viel aß, sondern auch, dass ich an manchen Tagen aus schlechtem Gewissen viel zu wenig aß und mir damit selbst schadete.

Man muss dafür nicht ewig alles bis aufs Gramm wiegen. Es geht nicht um Perfektion, sondern darum, überhaupt eine ehrliche Orientierung zu haben. Ungefähr richtig und dranbleiben schlägt genau richtig und aufgeben.

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